Entstehung und Aufgaben des Kirchbauvereins



Die Ereignisse der „Wendemonate" 1989 haben die Menschen, die direkt an der innerdeutschen Grenze lebten, zutiefst berührt, für viele ist die Erinnerung daran nach wie vor von großer emotionaler Bedeutung.

Besonders an den Tagen des Weihnachtsfestes und des Jahreswechsel 1989/90 hat, wie Pastorin Angelika Göbel in ihrer Predigt anläßlich der Gründung des Kirchbauvereins sagte, „die Stephani-Kirche in ganz besonderer Weise Menschen zusammengeführt, sie wurde zu einem Ort der Begegnung, des Erschreckens und Engagements. Alle sahen und spürten hinter dem baulich schlimmen Zustand die Schönheit und Würde des Gotteshauses".

Unter dem Eindruck dieser bewegenden Erlebnisse gründeten die Osterwiecker Kirchengemeinde und ein Wolfenbüttel-Braunschweiger Freundeskreis um Dr. Ulf Kapahnke den Kirchbauverein, der bereits im Jahre 1992 200 Mitglieder hatte. Schon im ersten Jahr seines Bestehens konnte er 97.000 DM an Spenden sammeln, bis zum Ende des Jahres 1998 waren es 748.000 DM, bis 1999 betrug der Anteil des Kirchbauvereins an den bis zu diesem Zeitpunkt in die Renovierung der Kirche investierten Mittel 23,9%.

Wie die Bemühungen um St. Stephani zu einem der erfolgreichsten Beispiele für die Renovierung eines kirchlichen Bauwerks in den „Neuen Bundesländern" wurden, ist in "1990-2000, 10 Jahre Kirchbauverein" nachzulesen.

Nach nunmehr weit vorangeschrittener Innenrenovierung und der Restaurierung des Glockengeschosses und des Geläuts im Südturm zu Weihnachten 2005 hat Pfarrer Stephan Eichner die vorbereitenden Untersuchungen und Planungen für die bisher zurückgestellte Außenrenovierung der Kirche eingeleitet. Auch die Stadt Osterwieck hat St. Stephani als weithin sichtbares Wahrzeichen für 2006 in das „Städtebauliche Denkmalschutzprogramm" aufgenommen. Aus dessen Mitteln könnten in Zukunft alle Baumaßnahmen, für die zusätzliche öffentliche und andere Fördermittel von der Kirchengemeinde inzwischen beantragt wurden, gefördert werden.

Nach wie vor ist die wichtigste Aufgabe des Vereins, die dafür unabdingbar notwendigen "Eigenmittel" der Kirchengemeinde aufzustocken. Deshalb bitten wir, wie in den vergangenen 20 Jahren, unsere Mitglieder und alle alten und neuen Freunde und Förderer der Kirche weiterhin herzlich um Spenden für „Ihre" Stephani-Kirche. 

E-mail-Kontakt: webmaster@st-stephani.de